Natursteinverfärbungen – Reinigung mit Pasten und Kompressen

An Natursteinoberflächen treten häufig Verfärbungen auf, die den ästhetischen Gesamteindruck eines Bau- oder Kunstwerkes stören. Derartige Verfärbungen können witterungsbedingt sein, wie z.B. die Bildung von dunklen Gipskrusten. Überwiegend sind es aber Eisen-, Mangan- oder Kupferverbindungen unterschiedlicher Herkunft, die in den oberflächennahen Schichten angereichert wurden. Häufig sind auch Reinigungsmaßnahmen mit ungeeigneten Materialien die Ursache von Natursteinverfärbungen. 

An hellen Oberflächen genügen oft geringe Substanzmengen, um deutlich sichtbare Flecken zu bilden. Die folgenden Abbildungen zeigen unterscheidliche Verfärbungen und deren Ursachen.

Dunkle Gipskrusten auf einem Kalkstein

.  Braune Verfärbungen durch Eisenverbindungen.

Grüne Verfärbungen durch Kupferverbindungen.

Braune Verfärbungen durch organische Verbindungen.

Dunkle Verfärbungen durch Schwärzepilze.

In vielen Fällen lassen sich die Verfärbungen mit Pasten oder Kompressen, die reaktive Bestandteile enthalten, entfernen. Die Vielfalt der Natursteine und die verschiedenen chemischen Möglichkeiten erfordern jedoch gründliche Voruntersuchungen zur Ursache der Verfärbungen sowie eine sorgfältige Zusammenstellung von Trägermedium (Paste oder Kompresse) und den reaktiven Bestandteilen, um die Behandlung an die jeweilige Aufgabenstellung anpassen zu können. Oft sind "individuelle" Lösungen für bestimmte Problemfälle zu suchen. Dies erfordert einen gewissen Entwicklungsaufwand und entsprechende Vorversuche im Labor. Es ist in jedem Fall sinnvoll, Musterflächen an den geschädigten Objekten anzulegen, um die erarbeiteten Rezepturen und die notwendigen Arbeitsschritte vor Ort zu testen.

 

Marmorobjekt, welches mit Paste behandelt wird.